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Wir waren gestern Abend im Hamburger Bahnhof (Berlin)
zur Ausstellung von Anne Imhof Angst II.

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Auf dem Vorplatz des Hamburger Bahnhofes waren unzählige Menschen versammelt. Eine riesige Traube an Menschen wollte gleichzeitig durch die kleine Eingangstür treten. Aber wir waren clever, wir huschten einfach von der Seite hinein.

Da die Oper in drei Akten erst 20 Uhr beginnt, drückte die Dunkelheit auf das Gebäude und der künstlich produzierte Nebel verteilte sich im Inneren.
Wir standen erst im vorderen Teil des Gebäudes und konnten nicht wirklich etwas sehen. Das einzige was unsere Augen traf, war eine Frau auf einem Seil (Bild1). Bekam ich jetzt etwa schon Angst?

Ich weiss nicht was es war aber auf einmal strömten alle nach unten. Wir hinterher.

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Wir hörten nichts. Auch wir, die Besucher waren eher ruhig. Wir schauten uns nur um und erkundeten den nebeligen Raum. Irgendwann wurde uns klar wer zur Performance gehört und wer Besucher war. Bevor ich mich auf die eigentliche Sache konzentrieren konnte, faszinierte mich dieser dichte Nebel, der die Besucher einen nach dem anderen verschwinden und wieder auftauchen lies.  Teils waren alle nur als Silhouetten zu erkennen. Es war egal was sie trugen. Was sie taten war jetzt sehr aussagekräftig.

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„Sie“ schwirrten durch den Raum. Fügten sich zu Gruppen zusammen, rauchten eine und bliesen den Rauch in den Mund des jeweils anderen.

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Zu Beginn erfasste mich dieser Schauplatz eher wenig. Schnell war mir klar: Nebel, laufen, erkunden. Aber irgendwann kam die Musik. Es setzten schwere Töne ein und ab da begann es spannend  zu werden. Wenn ihr schnell seit, könnte ihr in meiner Instagram Storie einen kleinen Einblick bekommen.

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Irgendwann standen wir an der Wand und ruhten uns aus. Ich setzte mich, als sich wenig später die Performer auch an die Wand setzten. Mein erster Gedanke: „Oh, die gönnen sich jetzt erst einmal eine Pause. Aber so öffentlich?“ Der Gedanke war gar nicht so doof. Eine von Ihnen hatte ein Softdrink in der einen und eine Zigarette in der anderen. Allerdings gehörte das auch mit zu allem Spektakel der die ganze Halle erfüllt. Wenig später fingen sie an zu singen. Kann man es als mystisch, oder eher als obercool bezeichnen wie sie da so saßen und leise, tief und langsam sangen?
Aber ein Gedanke ging mir einfach nicht aus dem Kopf: Calvin Klein. Die ganze Szene wirkte wie aus einer 90er Jahre Anzeige von Calvin Klein. Es fehlte nur noch Kate Moss.

Solltet ihr bis zum 25.09.16 noch in Berlin sein, schaut ab 20 Uhr im Hamburger Bahnhof vorbei und lasst euch drauf ein. Es lohnt sich! Lasst euch treiben und nehmt die Langsamkeit auf die euch irgendwann sowieso beschleicht.

Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Anne Imhof
Angst II
14.09.2016 bis 25.09.2016
20.00 – 24.00 Uhr

 

Posted by:hello danane

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