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Ok, ich plage mich schon sehr lange mit diesen Gedanken. Gedanke die ich immer wieder in die hintersten Regionen meines Kopfes gesteckt habe. Warum? Weil ich hier nicht herum heulen möchte. Wenn ich hier etwas zusagen habe, dann soll es inspirieren. Doch wir wissen alles dass das nicht immer möglich ist. Genauso wie wir wissen dass wir nicht immer im Sonnenlicht wohnen. Das es nicht jeden Tag Latte Macchiato mit der Freundin in einem hippen Café geben kann. Wir nicht immer mit einem Strahlen im Gesicht aufwachen.

Jedem von uns geht mal die Puste aus und wir müssen inne halten.
So geht es mir seit langer Zeit mit meinem Blog. Es gab eine unglaubliche Hochphase. Ich bloggte was das Zeug hält. Teilte Gefühle, Erlebnisse, inspirierende Gedanken. Ich hatte richtig Lust in die Tasten zu hauen. Die Lust ist wieder da. Ich bin zu WordPress umgezogen (habe das Äußere meines Blogges umgekrempelt), habe mir eine Kamera zugelegt (ich habe vorher nur mit meinem iPhone fotografiert. Ich liebte diese unperfekten Bilder).

Doch ich habe das Gefühl so ganz habe ich diese kleine schwarze Wolke noch nicht abgeschüttelt. Ich kann hier nicht von Gefühlen und Sehnsüchten schreiben, wenn ich nur die rosaroten Wolken zeigen darf (von mir selbst auferlegt). Ich will hier wieder in die Tasten hauen. Ohne das mir Gedanken kommen wie: „Wird man das verstehen? Fühlt sich da vielleicht jemand auf den Schlips getreten? Ist das vielleicht zu viel Realität?“
Ich möchte meine Gedanken mitteilen können, ohne das ich 100x darüber nachdenken muss. Einfach raus. Ich muss wieder meinen Schreibfluss finden. Und ich bin mir sicher, wenn ich diese Zeilen geschrieben habe, könnte das wieder hinhauen. Dann ist das Ventil geöffnet. Dann fließen wieder Sehnsüchte, Wünsche, Inspirationsgedanken, Träume etc.

Aber wie kam es dazu? Wie konnte ich ins stocken geraten?
Irgendwann fing ich an nach rechts und nach links zu sehen. Was posten diese Bloggerinnen? Was für Bilder gefallen gerade? Ich schaute zu viel um mich. Auf einmal hieß es: Du brauchst eine Niesche! Du brauchst ein Thema! Ich suchte und suchte und verlor mich selbst. Ich verlor die Liebe zu dem was diesen Blog ausgemacht hat. Der freie Lauf. Diesen freien Lauf den meine Finger auf den Tasten brauchen. Ich war blockiert. Doch ich will diese Blockade nicht mehr.

Zwischendurch habe ich mir meinen größten Traum erfüllt. Ich habe mich selbstständig gemacht. Raus aus dem Hamsterrad. Rein in die Selbstbestimmtheit. Ich dachte mir: Jetzt geht es los. Jetzt kann ich von meinen Erlebnissen erzählen. Aber was kamen waren die Gedanken die mir sagten: Nein, niemals. Vielleicht liest das jemand und denkt du bist unprofessionell. Ich hielt also meinen Mund. Ich hätte so gern geschrieben: „Ich bin frei. Ich sitze nicht mehr 5 Tage die Woche in einem Büro in dem ich nicht gefordert und gefördert wurde. Ich kann viel mehr als dass was ich die letzten Jahre gemacht habe. Nur ihr seht das nicht. Ich habe es auch nicht gesehen. Aber jetzt. Ich sehe mich wieder. Warum? Weil ich nicht mehr so oft nach rechts und links schaue. Ich höre und zwar auf mein Gefühl und das gibt mir momentan die Richtung vor. Nicht in allen Belangen. Noch sehr oft rattert mein Kopf und weiss nicht wo es hingeht. Noch oft plagt mich das schlechte Gewissen ob ich wirklich richtig handele. Noch muss ich mit meinem Inneren Ich darum kämpfen auch mal nein sagen zu können. Nicht gleich zu denken das der angebotene Job weg ist, wenn ich meine Bedingungen äußere. Das ich gut bin in dem was ich mache und das ich gut bin im bloggen. Das ich das bloggen liebe. Das mich das bloggen so weit gebracht hat. Sei es in meiner Selbstständigkeit, oder dass ich wahnsinnig tolle und interessante Menschen kennengelernt habe. Ich blogge weiter. Ab jetzt offener und wieder mit ganz viel Hingabe. Versuche nicht mehr den Weichspülgang zu wählen.
Ich liebe was ich tue. Ich blogge!

Bild: Pinterest

Posted by:hello danane

14 replies on “Unterm Strich wird’s gut – Neuanfang.

      1. Das kenne ich. Es gibt einfach so eine massive Blogschwemme, und teilweise richtig tolle Fotografen. An denen messe ich mich immer, und bin dann auch ziemlich down. Aber ganz ehrlich: Dein Blog hat mich von Anfang an so dermassen fasziniert. Er sticht total aus der Masse hervor und sieht sehr professionell aus. Hast Du was mit Medien studiert? Schon, gell…. Wollte Dich das immer fragen.

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      2. Das ist so lieb von dir und freut mich unheimlich! Danke schön! :*
        Ich habe Kommunikationsdesign studiert.
        Ja, ich denke auch das es diese „Blogschwemme“ ist die mich stocken lässt. Irgendwie will man mithalten und vergisst was am Anfang wichtig war. Der Spass am Teilen und kommunizieren.

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      3. Das stimmt. Es sind einfach zu viele geworden. Ein Modephänomen.
        Wusste ich‘ s doch, dass du so etwas studiert haben musst. 😋😂 Ich habe Medienwissenschaften und Informatik studiert. Aber Medienwissenschaften war für mich persönlich der reinste Alptraum. Das hat so gar nicht zu mir gepasst. 🙈

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  1. Schöne Worte hast du da gefunden und ich kann mich gut damit identifizieren. Ich hadere auch gerade, schaue rechts und links und überlege wer da alles so mitliest. Das hemmt so sehr.
    Ich wünsche dir die Leichtigkeit zurück. Und herzlichen Glückwunsch zur Selbstständigkeit.
    Liebe Grüße
    Tobia

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    1. Madhavi vom Blog kaerlighed hat mal in einer ihrer Blogposts gesagt: „Man muss auch mal unbequem sein.“ Das führe ich mir immer wieder vor Augen. Im Moment hilft es mir, einfach los zuschreiben. Ich sehe vielleicht immer noch nach rechts und links. Aber ich schaue nur noch um mich inspirieren zu lassen. 🙂 Im Moment funktioniert das ganz gut.

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  2. An manchen Tagen packt man alles doppelt und dreifach, bei anderen Tagen fällt selbst der Gang aufs Klo schwer. Lass dich nur nie runter ziehen!
    Viel Spaß weiterhin beim bloggen 🙂

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